Beschreibung der aktuellen Studie

Günstige Kommunikationsprozesse in der Partnerschaft haben einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der einzelnen Partner_innen. Das vorliegende Projekt untersucht die Rolle des Paartypes und des Geschlechts für den Kommunikationsprozess, wobei schwule, lesbische, wie auch heterosexuelle Paare in die Forschung einbezogen werden.

Wir wissen heute, dass Menschen, die in einer romantischen Beziehung leben im Allgemeinen gesünder sind und ein längeres Leben vor sich haben, als Menschen, die alleine durch das Leben gehen. Romantische Beziehungen bestehen in unterschiedlichsten Formen, bisherige Forschung hat sich jedoch sehr stark auf heterosexuelle Beziehungen beschränkt. Es ist längst fällig, auch gleich- geschlechtliche Partnerschaften näher zu untersuchen, was auch neue Erkenntnisse für alle Partnerschaften bringen kann.

Aus der bisherigen Forschung mit Paaren wurde ersichtlich, dass eine positive Kommunikation zu den entscheidenden Faktoren einer zufriedenstellenden und stabilen Beziehung beitragen. Wie lösen Partner_innen Konflikte? Wie unterstützen sie sich im Alltag? Unsere Studie untersucht Gemeinsamkeiten und ebenso Unterschiede zwischen Geschlechtern und Paartypen. Dazu werden globale Einschätzungen der Partnerschaft und auf Video aufgezeichnete Interaktionen von 50 Frauenpaaren, 50 Männerpaaren und 50 gemischtgeschlechtlichen Paaren untersucht. Zudem werden die Paare auch während ihres Alltags über zwei Wochen Fragen zu ihrer Kommunikation und ihrem Wohlbefinden wiederholt beantworten. 

Diese Studie wird daher die Rolle des Geschlechts und der Paartypen für die partnerschaftliche Kommunikation genauer untersuchen und neue Erkenntnisse für die gesamte Paarforschung liefern. Solche Erkenntnisse sind von grundlegender Bedeutung für die Förderung von gesunden Beziehungen und somit für die Gesundheit der einzelnen Partner_innen.

Die Studie wird finanziert vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF Ambizione Nr. 154921, Dr. N. Meuwly)